RayNeo Air 4 Pro 2026
HDR10-Micro-OLED und B&O — das neue USB-C-Kino unter 350 €?
Zuletzt aktualisiert:
Die RayNeo Air 4 Pro ist eine USB-C-Displaybrille, die sich durch HDR10, 1080p-Micro-OLED mit 120 Hertz, 1200 Nits und Bang-&-Olufsen-Lautsprecher auszeichnet — mobiles 201-Zoll-Kino zum Einstiegspreis.

Pro
- Erste Consumer-AR-Brille mit HDR10 (Hersteller/PCMag)
- 0,6″ SeeYa Micro-OLED, 1920×1080 je Auge, 120 Hz, 1200 nits
- 47° FoV, 201″ virtuell, Kontrast 200.000:1 (Hersteller)
- Vier Open-Ear-Speaker, abgestimmt mit Bang & Olufsen
- Vision-4000-Chip: SDR-zu-HDR, 2D-zu-3D; 76 g; magnetische Inserts
Contra
- Immer Kabel zum Host — kein Standalone-Akku
- HDR10 und 120 Hz nicht gleichzeitig; natives HDR oft nur 60 Hz
- HDR über DisplayPort — viele Android-Phones (Pixel, teils Galaxy) bleiben bei SDR/AI-HDR
- Birdbath: Kantenweichheit, günstigeres Gehäuse, 47° FoV kleiner als High-End
Technische Daten
| Hersteller | RayNeo |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | Januar 2026 |
| Display | SeeYa 0,6″ Micro-OLED, 1920×1080 je Auge, bis 120 Hz, HDR10 · 47°; 201″ virtuell (Hersteller) · bis 1200 nits |
| Kamera | Keine Kamera |
| Video | Keine Kamera |
| Audio | Vier Open-Ear-Speaker, Bang & Olufsen |
| Mikrofone | Keine Mikrofone |
| Sprachsteuerung | KI über Host-Gerät — kein eigener Assistent |
| Konnektivität | USB-C (DisplayPort Alt Mode) |
| Schutzklasse | keine IP-Angabe (Indoor) |
| Gewicht | 76 g (nur Brille) |
| Akku | USB-C vom Host — kein interner Akku |
| Design | Displaybrille / Visier-Formfaktor |
| Steuerung | 3DoF (Hersteller) |
| Barrierefreiheit | magnetische Insert-Linsen |
Deep Dive: XR im Alltag
Die XR-Brille im Review
Die RayNeo Air 4 Pro ist ein USB-C-Monitor fürs Gesicht, kein Spatial Computer. Tom’s Guide nutzte sie drei Monate zum Binge-Watchen und Spielen — der Kaufgrund ist HDR10 zum Einstiegspreis, nicht ein Chip in der Brille. Light Blocker liegen bei; Bang-&-Olufsen stimmt die vier Open-Ear-Speaker ab. Das Gehäuse wirkt günstiger als XREAL oder Rokid, Kanten weichzeichnen — für rund 299 Dollar verzeihen Tester das.
HDR10 ändert den Alltag konkret: Streaming-Apps (Netflix, Disney+, Prime, Apple TV+) liefern HDR standardmäßig. Ältere Displaybrillen tonen das oft flach oder blocken den Titel. Auf der Air 4 Pro musst du HDR10 einmal im Hardware-Menü aktivieren; danach läuft HDR-Kino ohne Workarounds. Der Haken: natives HDR10 läuft typisch bei 60 Hz. 120 Hz bleibt SDR oder „AI-HDR“ (Vision-4000/Pixelworks, SDR hochgerechnet). Gaming Nexus: Steam Deck in HDR10 max. 60 fps, in SDR/AI-HDR bis 120 fps. Galaxy Z Fold 6 zeigte nur AI-HDR, PocketTV und Steam Deck natives HDR. Pixel-Phones bleiben oft außen vor — vor dem Kauf Host prüfen.
Für Handheld-Gaming ist die Brille eines der klarsten Accessoires 2026: USB-C DisplayPort, keine Extra-Latenz (sie rechnet nicht, sie zeigt). Steam Deck, ROG Ally, Switch (je nach Adapter) werden zum privaten Großbild; Ghost of Tsushima oder Elden Ring profitieren von Kontrast und Größe, kompetitive Titel vom 120-Hz-Modus wenn der Host die Frames liefert. 47° FoV wirkt kleiner als 50–52° bei Rokid/XREAL — immersiv, aber kein Headset-Kino.
Filme: Micro-OLED, 1200 Nits, 200.000:1. SDR-zu-HDR-Upscaling ist in Direktvergleichen (Marvel-Titel) eher ein Schritt als ein Sprung. Langstrecke Zug/Flug ist der Use Case, den Tom’s Guide hervorhebt: Nackenschmerzen vom Handheld-Display fallen weg, Nachbarn sehen nichts. Open-Ear reicht für Dialoge; für Nachts im Hotel bleiben Kopfhörer diskreter.
Korrektur über magnetische Inserts, 76 g, 3DoF nur soweit der Host es anbietet. Spatial-Desktops ohne Extra-Box liefert sie nicht — dafür XREAL 1S/One oder VITURE plus Software. Wer nur Kino und Deck will, braucht das auch nicht.
Fazit: Die Air 4 Pro ist das vernünftige USB-C-Kino unter 350 €: HDR10 wo der Host mitspielt, 120 Hz für Handhelds, Light Blocker im Karton. Kabel, 47° und weiche Kanten bleiben. Für Spatial-Workspaces andere Brille wählen.
Bewertung im Detail
Unsere Bewertung
Basierend auf redaktioneller Analyse von Design, Features & Technik, Akku, Preis-Leistung und Alltagstauglichkeit.
Das könnte dich auch interessieren
AR-Brille8.0/10XREAL 1S
Die XREAL 1S ist eine starke AR-Displaybrille, die sich durch den X1 Spatial Chip, Sony Micro-OLED mit 120 Hz und 52° Sichtfeld auszeichnet, wodurch sie sich besonders für Gaming, Streaming und mobiles Arbeiten unter 500 € eignet.
4,0(346)Zum Review →
AR-Brille9.4/10Rokid Max 2
Die Rokid Max 2 ist eine ausgereifte AR-Brille, die sich durch Sony Micro-OLED, 120 Hz, rund 75 g und Dioptrienausgleich bis −6 auszeichnet, wodurch sie sich perfekt für Filme, Gaming und mobiles Entertainment unterwegs eignet.
3,6(10)Zum Review →
AR-Brille8.4/10Even Realities G2
Während Meta seine KI-Brillen immer stärker mit Kamera, Audio und Assistenzfunktionen ausstattet, geht Even Realities bewusst in die andere Richtung. Die G2 verzichtet auf eine Kamera und setzt stattdessen auf ein unauffälliges Display. Gerade in Deutschland könnte dieser Ansatz wichtiger werden, als es auf den ersten Blick scheint.
3,6(132)Zum Review →