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XREAL 1S Test 2026: Die neue Referenz für AR-Brillen unter 500 Euro?

Zuletzt aktualisiert:

Veröffentlicht: 2. August 2026

XREAL 1S im Test: X1 Spatial Chip, 1200p Micro-OLED, 120 Hz und 52° Sichtfeld — lohnt sich das Upgrade von Air 2 Pro? Gaming, Produktivität und Kaufberatung.

XREAL 1S Test 2026: Die neue Referenz für AR-Brillen unter 500 Euro?

Lesezeit: ca. 9 Minuten

Mit der XREAL 1S verfolgt XREAL einen ungewöhnlichen Ansatz: Statt jedes Jahr eine komplett neue Produktlinie zu starten, übernimmt die 1S zentrale Technologien der teureren One-Serie — vor allem den X1 Spatial Chip — und macht sie günstiger zugänglich. Wer die Vorgänger kennt, findet den direkten Vergleich in unserem XREAL Air 2 Pro Review und im ausführlichen XREAL 1S Test.

Kurzfazit

Die XREAL 1S definiert sich weniger über Marketingversprechen als über spürbare Alltagsverbesserungen: ruhigeres Bild, geringere Latenz und eine ausgereiftere Nutzererfahrung. Der X1 Spatial Chip berechnet räumliche Funktionen direkt in der Brille, senkt die Motion-to-Photon-Latenz auf rund 3 ms und hält virtuelle Bildschirme beim Kopfbewegen deutlich stabiler.

Das Sony-Micro-OLED-Display (1200p, 120 Hz, 52° Sichtfeld, bis 700 nits) gehört erneut zur Spitze der Klasse — ideal für Streaming, Gaming und mobiles Arbeiten.

Schwächen: kein Standalone-Gerät, Abhängigkeit vom Host per USB-C, leichte Wärme an der Stirn bei langen 3D-Sessions sowie Reflexionen in sehr heller Umgebung.

Bewertung nach Smartglasses-Test.de

Kategorie Bewertung
Design & Tragekomfort 9,5 / 10
Features & Software 9,6 / 10
Akku* 9,0 / 10
Preis-Leistung 9,4 / 10
Alltag & Einsatzprofil 9,7 / 10

*Kein integrierter Akku — Bewertung basiert auf Verbrauch und Nutzung mit kompatiblen Geräten.

Gesamtbewertung: 9,4 / 10


Warum gibt es die XREAL 1S?

Die One-Serie hat gezeigt: Nutzer zahlen für integrierten Spatial-Prozessor, stabilere virtuelle Monitore und bessere Software. Der Einstiegspreis blieb für viele hoch.

Die XREAL 1S schließt diese Lücke — nicht als billiges Abgespecktes, sondern als Technologie-Transfer aus der One-Linie zum niedrigeren Preis. Damit ist sie mehr als ein Air-Nachfolger: aktuell eines der interessantesten Preis-Leistungs-Angebote unter 500 €.


Design & Tragekomfort

Optisch bleibt XREAL bei der zurückhaltenden Sonnenbrillen-Ästhetik — unauffällig im Zug, Café oder Hotel. Mit 82 g etwas schwerer als manche Konkurrenz, aber überarbeitete Feder-Scharniere, verstellbare Bügel und medizinische Silikon-Nasenpads sorgen für angenehmen Sitz auch über längere Zeit.

Positiv hervorgehoben wird die automatische elektrochrome Verdunkelung: Beim Blick auf Tastatur oder Smartphone werden die Gläser transparenter, beim Zurückkehren zum virtuellen Bildschirm dunkler — ohne manuelles Cover.

Einige Langzeitnutzer berichten von leichter Wärme im Stirnbereich bei intensiven 3D-Sessions; funktional stört das selten, fällt aber auf.


Display & Bildqualität

Entscheidend ist nicht nur die Auflösung, sondern das Zusammenspiel aus Panel, Optik, Stabilisierung und Software. Hier trennt sich die 1S von klassischen USB-C-Monitorbrillen.

Sony Micro-OLED

Tiefe Schwarztöne, hoher Kontrast, feine Pixeldichte — Filme, Spiele und Text wirken hochwertig. Nachtszenen, Neon und Weltraum profitieren sichtbar; Farben bleiben kräftig ohne unnatürliche Übersättigung.

52° Sichtfeld & 120 Hz

Das erweiterte Sichtfeld wirkt im Alltag größer als auf dem Datenblatt — der virtuelle Screen erscheint immersiver. 120 Hz spürt man bei schnellen Kamerafahrten in Shootern, Rennspielen und beim Scrollen; das Bild reagiert unmittelbar.

Helligkeit & Sweet Spot

Bis 700 nits reichen für Innenräume, Büros und Züge. Direktes Sonnenlicht bleibt — wie bei Birdbath-Optik üblich — eine Herausforderung; die elektrochrome Dimmung hilft, ersetzt aber keine Vollabdunklung.

Der Sweet Spot wirkt homogener als bei älteren Air-Modellen; Randschärfe und Textlesbarkeit profitieren. Individuelle Nasenpad-Einstellung lohnt sich weiterhin.


Gaming: Steam Deck, ROG Ally & Co.

Moderne Handhelds liefern Leistung — ihre Displays bleiben klein. Die XREAL 1S projiziert ein virtuelles Großbild mit hoher Schärfe und niedriger Latenz; der X1-Chip hält das Bild stabil, wenn der Kopf leicht mitbewegt wird.

Steam Deck: Per USB-C oft plug-and-play — eine der überzeugendsten Kombinationen der Klasse. RPGs, Open World und Rennspiele profitieren sichtbar.

ROG Ally & Legion Go: Höhere Grafikdetails vom Handheld, flüssige 120-Hz-Darstellung auf dem virtuellen Screen — besonders bei Simulationen und Action-Adventures.

Mehr AR-Modelle für Gaming findest du im AR-Brille-Ratgeber und in der Top-10-Vergleichstabelle.


Produktivität: Laptop-Ersatz?

Die 1S adressiert kleine Notebook-Displays unterwegs: Ein virtueller Monitor in mehreren Metern Entfernung entspannt Lesen, Tabellen und Browser-Arbeit.

macOS: Brille wird als externes Display erkannt; mit XREAL-Software kommen räumliche Fenster und Modi dazu.

Windows: USB-C mit DisplayPort funktioniert meist sofort — ideal für Reisen und Coworking.

Für acht Stunden Vollzeit-Entwicklung mit fünf Fenstern ersetzt sie keinen Desktop. Für gelegentliches mobile Arbeiten, E-Mails und Code-Review ist sie sehr gut geeignet.


Software & X1 Spatial Chip

Die größte Neuerung ist nicht das Panel, sondern der XREAL X1 Spatial Chip. Frühere USB-C-Brillen ließen räumliche Berechnung fast vollständig dem Host — virtuelle Screens „schwammen“ stärker mit.

Die 1S berechnet Kopfbewegungen in der Brille (~3 ms Motion-to-Photon). Ergebnis: ruhigere, verankerte Displays, weniger Ermüdung bei langen Sessions und flexiblere Modi (fix im Raum, mitbewegt, verschiedene Größen).


Alltag: Reisen, Pendeln, Sofa

Flug & Hotel: Smartphone oder Steam Deck in der Hand, großes privates Bild — ohne Sitznachbarn zu stören. Viele Nutzer streamen lieber über die Brille als über langsame Hotel-TVs.

Pendeln: Wenig Platz, schnelles Aufsetzen, diskretes Seherlebnis.

Zuhause: Auf dem Sofa ersetzt die Brille für manche den Fernseher — privates Kino ohne Raum abdunkeln zu müssen.


Langzeit: Was die Community lobt

  • Bildstabilität durch X1-Chip — häufig genannter Pluspunkt gegenüber Air-Generationen
  • Kompatibilität mit Steam Deck, MacBook, Windows, ROG Ally, Smartphones
  • Verarbeitung — stabile Scharniere, hochwertiger Gesamteindruck nach Wochen

Kritikpunkte

  • Kein Standalone — immer Host-Gerät nötig
  • Reflexionen bei sehr heller Umgebung (typisch Birdbath)
  • Preis bleibt hoch für Gelegenheitsnutzer

XREAL 1S vs. Rokid Max 2 vs. Viture

Rund 500 € führt fast immer zu drei Richtungen: XREAL 1S, Rokid Max 2 oder Premium-XR wie Viture One (Nachfolgerlinie „Beast“ noch nicht bei uns im Test).

Kategorie XREAL 1S Rokid Max 2 Viture One
Display ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Gaming ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Produktivität ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐☆ ⭐⭐⭐⭐☆
Filme ⭐⭐⭐⭐☆ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Tragekomfort ⭐⭐⭐⭐☆ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐☆
Software ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐☆ ⭐⭐⭐⭐☆
Preis-Leistung ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐☆ ⭐⭐⭐⭐☆

Kurz: XREAL 1S für stabile Darstellung und Software; Rokid Max 2 für Entertainment und integrierten Dioptrienausgleich; Viture für Zubehör-Ökosystem und Entertainment-Fokus.


Kaufberatung

Kaufen, wenn …

  • du regelmäßig mit Steam Deck, ROG Ally oder Legion Go spielst
  • du unterwegs einen großen virtuellen Bildschirm für Filme oder Serien willst
  • du zwischen MacBook, Windows und Smartphone wechselst
  • dir stabile Darstellung wichtiger ist als maximale Zusatzfunktionen
  • du schnell loslegen willst — ohne lange Einrichtung

Eher nicht, wenn …

  • du ein vollständig eigenständiges Gerät ohne Host erwartest
  • du hauptsächlich bei direkter Sonne arbeiten willst
  • du ein VR-Headset für immersive Spiele suchst
  • du die Brille nur selten nutzt und den Preis sparen willst

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Technische Daten

Merkmal XREAL 1S
Display Sony Micro-OLED
Auflösung 1.920 × 1.080 pro Auge
Bildwiederholrate bis 120 Hz
Sichtfeld 52°
Helligkeit bis 700 nits
Gewicht ca. 82 g
Audio Offene Lautsprecher
Prozessor XREAL X1 Spatial Chip
Anschluss USB-C (DisplayPort Alt Mode)
Kompatibilität Windows, macOS, Android, Steam Deck, ROG Ally, Legion Go

FAQ

Ist die XREAL 1S besser als die Rokid Max 2?

Für produktives Arbeiten und Software ja. Für reines Entertainment punktet die Rokid Max 2 mit Dioptrienausgleich und unkomplizierter Plug-and-Play-Nutzung.

Kann ich die XREAL 1S ohne Smartphone nutzen?

Nein. Ein kompatibles Zuspielgerät — Notebook, Handheld oder Smartphone — ist nötig.

Funktioniert die XREAL 1S mit dem Steam Deck?

Ja. Per USB-C, in vielen Fällen ohne Treiber — eine der beliebtesten Kombinationen.

Ist die XREAL 1S für Brillenträger geeignet?

Je nach Sehschwäche sind Korrektureinsätze nötig. Anders als die Rokid Max 2 gibt es keinen integrierten Dioptrienausgleich.

Lohnt sich das Upgrade von der XREAL Air 2 Pro?

Wer primär Filme schaut, empfindet den Sprung als moderat. Wer arbeitet oder spielt, profitiert deutlich vom X1-Chip und der stabileren Darstellung — siehe Air 2 Pro Review zum direkten Vergleich.


Fazit

Mit der XREAL 1S gelingt XREAL, eine Serie sinnvoll weiterzuentwickeln, ohne sie unnötig komplex zu machen. Der X1 Spatial Chip ist die eigentliche Revolution — nicht noch mehr Pixel auf dem Datenblatt. Zusammen mit Micro-OLED, 120 Hz und breiter Kompatibilität entsteht ein ausgewogenes Paket für Gaming, Streaming und mobiles Arbeiten.

Die 1S ersetzt weder einen Desktop-Monitor noch ein MR-Headset wie die Apple Vision Pro. Als mobiler Großbildschirm gehört sie derzeit zu den besten AR-Brillen unter 500 €.

Unsere Gesamtbewertung: 9,4 / 10


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