Mit dem Start der Saison 2026/27 hält eine spannende Kameratechnik endgültig Einzug in den deutschen Profifußball: die RefCam. Nachdem das System bereits in der Vergangenheit bei ausgewählten Bundesliga-Partien getestet wurde, kam die Schiedsrichterkamera nun auch zum Auftakt der 2. Bundesliga zum Einsatz. Auch in der 1. Bundesliga soll die RefCam in der neuen Saison regelmäßig für spektakuläre Bilder aus Sicht der Schiedsrichter sorgen.
Für Fans bedeutet das eine völlig neue Perspektive: Erstmals lassen sich Zweikämpfe, Diskussionen mit Spielern und wichtige Entscheidungen direkt aus den Augen des Schiedsrichters verfolgen.
Was ist die RefCam?
Die RefCam ist eine ultraleichte Kamera, die direkt am Kommunikations-Headset des Schiedsrichters befestigt wird. Während des Spiels zeichnet sie das Geschehen aus der Ich-Perspektive des Unparteiischen auf und liefert beeindruckende Bilder mitten aus dem Spielgeschehen. Entwickelt wurde das System von Riedel Communications gemeinsam mit In-YS (In Your Shoes).
Die Kamera ermöglicht Zuschauern unter anderem:
- spannende Zweikämpfe aus nächster Nähe
- Diskussionen mit Spielern
- den Blickwinkel des Schiedsrichters bei kniffligen Entscheidungen
- authentische Eindrücke von Tempo und Dynamik auf dem Spielfeld
Das Ziel der RefCam ist dabei nicht, den VAR zu ersetzen oder Schiedsrichterentscheidungen zu beeinflussen. Stattdessen soll sie Fans einen besseren Einblick in die Arbeit der Unparteiischen geben und zeigen, wie anspruchsvoll Entscheidungen innerhalb von Sekunden getroffen werden müssen.

Welche Kamera trägt der Schiedsrichter?
Seit Beginn der neuen Saison fragen sich viele Fußballfans:
- Welche Kamera trägt der Schiedsrichter?
- Was ist das für ein Headset?
- Wie heißt die Schiedsrichterkamera in der Bundesliga?
Die Antwort lautet: RefCam.
Die Kamera ist fest am Headset des Schiedsrichters montiert und wiegt lediglich wenige Gramm. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit kaum eingeschränkt, während gleichzeitig hochwertige Aufnahmen direkt aus Sicht des Schiedsrichters entstehen.
Jetzt auch in der Bundesliga-Saison 2026/27
Mit dem Saisonstart der 2. Bundesliga dürfen sich nun auch deutsche Fußballfans regelmäßig auf spektakuläre Aufnahmen aus Sicht der Schiedsrichter freuen.
Nach den bisherigen Planungen wird die Technik außerdem zum Bundesliga-Auftakt Ende August auch in der 1. Bundesliga eingesetzt und dürfte dort künftig häufiger Bestandteil der TV-Übertragungen sein.
Gerade bei strittigen Szenen oder intensiven Zweikämpfen vermitteln die Bilder einen völlig neuen Eindruck davon, wie schnell Entscheidungen auf dem Platz getroffen werden müssen.
Bereits früher berichteten wir über Schiedsrichter-Technologien
Das Thema tragbare Technik im Profifußball begleitet uns bereits seit einiger Zeit.
Bereits im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 berichteten wir über mögliche KI-gestützte Schiedsrichtertechnologien und tragbare Kamerasysteme. Auch wenn die heute in der Bundesliga eingesetzte RefCam keine bekannte Kooperation mit Lenovo ist und inzwischen ohne Lenovo-Branding eingesetzt wird, zeigt die Entwicklung, wie schnell sich tragbare Kameratechnik im Profisport etabliert.
Mehr dazu: Lenovo AI-Schiedsrichter-Brille zur WM 2026
Fazit
Mit der RefCam erhält die Bundesliga eine der spannendsten Kamera-Innovationen der vergangenen Jahre. Die Aufnahmen ermöglichen Fans einen authentischen Blick direkt aus Sicht des Schiedsrichters und schaffen gleichzeitig mehr Verständnis für die Arbeit der Unparteiischen.
Nachdem die Technik nun auch in der 2. Bundesliga angekommen ist und künftig regelmäßig in der 1. Bundesliga zu sehen sein dürfte, werden Zuschauer die RefCam vermutlich immer häufiger in TV-Zusammenfassungen und Highlight-Clips erleben.
Für Technik- und Smartglasses-Fans ist die Entwicklung ebenfalls interessant: Sie zeigt, wie leistungsfähige, tragbare Kamerasysteme zunehmend ihren Weg aus Spezialanwendungen in den professionellen Sport finden und völlig neue Perspektiven ermöglichen.
