Even Realities G2 Review – Warum die beste Smartglass vielleicht gar keine Kamera braucht?
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Die Even Realities G2 trägt sich wie eine leichte Korrekturbrille. Conversate legt Untertitel ins Glas. Teleprompter und Übersetzung laufen über die App. Rund 36 Gramm und zwei Tage Akku passen in den Büroalltag.

Pro
- Nur 36 g — Alltagsfassung mit Magnesium-Front und Titan-Bügeln
- Binokulares Micro-LED-Waveguide: 640×350, 27,5° FoV, bis 1200 Nits
- Zwei Tage typische Nutzung, Etui rund sieben Nachladungen
- Conversate: Live-Untertitel im Glas, ohne Kamera
- Teleprompter mit TXT, DOCX, PDF, Even Hub für Drittanbieter-Apps
- Korrekturgläser −12 bis +12 Dioptrien, direkt eingebaut
- IP65, keine Kamera, keine Lautsprecher — hohe soziale Akzeptanz
Contra
- Keine Kamera, keine Lautsprecher — keine POV-Videos, Anrufe oder Musik über die Bügel
- HUD nur grün — Text und Hinweise, kein farbiges Kino-Bild
- Navigation und Bluetooth bleiben Early-Adopter-Niveau
- R1-Ring extra, Touch am Bügel mit Haaren fummelig
- Funktionen brauchen Smartphone und Internet
Technische Daten
Produkt
| Hersteller | Even Realities |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | November 2025 |
| Produkttyp | KI-Brille |
Display
| Display | Binokulares Micro-LED-Waveguide, grün, 640×350 |
|---|---|
| Auflösung | 640×350 |
| Bildgefühl | 27,5° diagonal, bis 1200 Nits, ~98 % Passthrough (Hersteller) |
| Hz | 60 Hz |
| Helligkeit | k. A. |
| Immersion | 27,5° diagonal, bis 1200 Nits, ~98 % Passthrough (Hersteller) · HUD-Display |
Audio & Kamera
| Lautsprecher | keine — vier Mikrofone für Sprache |
|---|---|
| Audio-Technologie | k. A. |
| Mikrofone | integrierte Mikrofone |
| Kamera | Keine Kamera |
| Video | Keine Kamera |
Technik & Design
| KI-Integration | Even AI |
|---|---|
| Konnektivität | Bluetooth LE 5.4, Funktionen brauchen Smartphone und Internet |
| Software | Even OS |
| Akku | typisch 2 Tage (192 mAh), Etui 2000 mAh, ~7 Ladungen |
| Gewicht | ca. 36 g (Fassung), Titan-Bügel, Magnesium-Front |
| Steuerung | Touch an beiden Bügeln, optional Even R1 Ring |
| Design | dezente Titan-/Magnesium-Brillenform (~36 g) |
| Schutzklasse | IP65 |
Design und Verarbeitung
Die Even Realities G2 sieht auf den ersten Blick aus wie eine leichte Korrekturbrille. Headset-Optik hat sie nicht. Die Front besteht aus Magnesium und die Bügel aus Titan. Die Scharniere kommen ohne Schrauben aus. Mit rund 36 Gramm liegt sie nah an einer normalen Fassung. Im Büro oder in der Bahn fällt sie kaum als Gadget auf.
Es gibt zwei Schnitte. Die G2 A ist runder, die G2 B eckiger. Beide gibt es in Dark Grey, Olive Green und Dark Brown. Im Steg sitzt keine Kameralinse, deshalb bleibt die Silhouette ruhig. Sehstärke von −12 bis +12 Dioptrien wird direkt in die Gläser eingebaut. Einstärken bestellst du online. Gleitsicht läuft über Partneroptiker. IP65 hält Regen und Spritzer aus. Zum Schwimmen ist die Brille nicht gedacht. In Europa gilt eine zweijährige Garantie.
HUD und Alltag
In beiden Gläsern sitzt ein grünes Micro-LED-Waveguide. Das Bild hat 640 × 350 Pixel, 27,5 Grad Sichtfeld und 60 Hz. Bis 1200 nits halten den Text auch bei Tageslicht lesbar. Rund 98 Prozent Passthrough lassen die Welt hinter dem HUD sichtbar. Die Schrift steht etwa zwei Meter vor dir. Ein Sensor steuert die Helligkeit.
Für Untertitel, Termine und kurze Hinweise reicht das gut. Filme oder farbige AR sind nicht die Aufgabe dieses HUDs. Vier Mikrofone nehmen Sprache auf. Lautsprecher gibt es keine. Antworten erscheinen im Glas oder in der App. Bluetooth LE 5.4 koppelt iOS und Android. Ohne Handy und Netz bleiben die Kernfunktionen stehen.
Conversate, Teleprompter und Hub
Conversate legt gesprochene Sprache als Untertitel ins Glas. Danach speichert die App eine Zusammenfassung. Im Restaurant, in der Praxis oder im Meeting hilft das. Das Gegenüber kann schnell sprechen, der Text bleibt trotzdem im Blick. Die Übersetzung deckt 35 Sprachen ab. Der Text erscheint ebenfalls im Blickfeld.
Der Teleprompter nimmt TXT, DOCX und kurze PDFs auf. Die Navigation zeichnet grobe Pfeile. Dafür braucht sie Daten von Google Maps. Even AI startet mit „Hey Even“. Über den Even Hub laufen Web-Apps Dritter. Timer und Text-Tools gehören dazu. Navigation und Bluetooth hakeln noch am ehesten.
Akku und R1-Ring
In der Brille stecken 192 mAh. Typisch reichen sie für zwei Tage. Das Etui mit 2000 mAh lädt die Fassung rund sieben Mal nach. Eine Vollladung dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden. Intensives Conversate kürzt den Tag spürbar.
An beiden Bügeln sitzt ein Touchfeld. Der optionale Even R1 verlegt das Tippen an den Daumen. Zusätzlich misst der Ring Vitalwerte. Die UVP liegt bei rund 249 Dollar. Wer längere Haare hat, kommt mit dem Ring oft besser klar. Der Bügel hinterm Ohr ist dann fummeliger. Pflicht ist der Ring nicht.
Konkurrenz
Wer Fotos aus der Ich-Perspektive und visuelle KI will, greift zu einer Brille mit Kamera. Ein zweites kameraloses HUD ist der RayNeo iO. Die G2 bleibt die leichtere Alltagsfassung. Conversate und eingebaute Sehstärke stehen dabei im Vordergrund.
Fazit
Die G2 packt ein binokulares Text-HUD und Transkription in 36 Gramm. Der Akku hält typisch zwei Tage. Im Steg sitzt keine Kamera. Für Büro, Bahn und Vortrag ist sie derzeit die klarste Option in dieser Nische. Diskretion zählt dort mehr als Film oder Anrufe. Wer filmen, telefonieren oder ein großes Monitorbild will, kauft besser ein anderes Gerät.
Bewertung im Detail
Unsere Bewertung
Basierend auf redaktioneller Analyse von Design, Features & Technik, Akku, Preis-Leistung und Alltagstauglichkeit.
Bewertung mit hoher Datenbasis
Additiver Aufschlag für Top-Display plus Nav/Teleprompter (ki-everyday)
Gesamtwertung = gewichteter Mittelwert der Achsen plus HUD-Aufschlag
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