Snap hat seine neue AR-Brille Specs vorgestellt — und der Preis sorgt für Aufsehen. Mit 2.195 US-Dollar ist sie die teuerste eigenständige AR-Brille auf dem Markt. Hier alle Fakten zu Release, Kosten und Verfügbarkeit.
Snap Specs — das Wichtigste in Kürze
- Vorgestellt: Juni 2026 auf der Augmented World Expo (AWE) von CEO Evan Spiegel
- Kosten: 2.195 US-Dollar / 2.295 Euro zzgl. Steuern
- Verfügbar: Ab Herbst 2026 — zunächst nur USA, UK und Frankreich
- Kaufen: Vorbestellung läuft bereits, 200 Dollar rückerstattbare Anzahlung
- Besonderheit: Erste eigenständige Consumer-AR-Brille von Snap ohne externes Rechenmodul
Vorstellung: Snap wagt den Sprung zum Konsumenten
Auf der Augmented World Expo 2026 hat Snap-CEO Evan Spiegel die Specs persönlich vorgestellt. Es ist der bisher größte Schritt von Snap im AR-Bereich: Nach Jahren der reinen Entwickler-Editionen (Spectacles 4 und 5) richtet sich die neue Brille erstmals direkt an Endkunden.
Die Specs funktionieren komplett eigenständig — anders als viele AR-Brillen kommen sie ohne Smartphone, ohne Kabel und ohne externe Recheneinheit aus. Zwei integrierte Snapdragon-Prozessoren übernehmen die komplette Umgebungsanalyse und Bilddarstellung direkt im Brillengestell.
Snap Specs Preis: 2.195 Dollar
Der Preis ist das Gesprächsthema Nummer eins: 2.195 US-Dollar (rund 2.295 Euro) zzgl. Steuern verlangt Snap für die Specs. Zum Vergleich: Die allererste Spectacles von 2016 kostete gerade einmal 130 Dollar und konnte nur Fotos aufnehmen — die neue Generation kostet das 15-Fache.
Auch im Wettbewerbsvergleich ist der Preis hoch: Die Apple Vision Pro kostet zwar mit 3.499 Dollar mehr, bietet dafür aber ein deutlich größeres Sichtfeld (110° gegenüber 51° bei den Specs) und vollwertige Mixed Reality. Reine Display-Brillen wie XREAL oder Viture sind für unter 500 Dollar zu haben — allerdings ohne die räumliche AR-Funktionalität der Specs.
Snap Specs kaufen: Vorbestellung und Verfügbarkeit
Die Vorbestellung für die Snap Specs läuft bereits. Wer sich eine Brille sichern will, zahlt eine Anzahlung von 200 US-Dollar, die bei Auslieferung zurückerstattet wird.
Die Auslieferung ist für Herbst 2026 geplant — allerdings zunächst nur in drei Märkten:
- USA
- Großbritannien
- Frankreich
Für Deutschland gibt es noch kein Verfügbarkeitsdatum. Wer in Deutschland kaufen möchte, muss sich vorerst gedulden oder einen Import aus einem der Startländer in Betracht ziehen — inklusive der damit verbundenen Zusatzkosten und Garantiefragen.
Technische Daten im Überblick
Trotz des hohen Preises bieten die Specs beeindruckende Technik:
- Sichtfeld: 51 Grad über Waveguides und LCoS-Projektion
- Farben: bis zu 16 Millionen
- Handtracking-Latenz: nur etwa 7 Millisekunden
- Gewicht: 132 Gramm (schmale 47mm-Fassung) oder 136 Gramm (breitere 52mm-Fassung)
- Material: Schweizer TR90-Polymer, von Snap als "Kunststoff-Titan" bezeichnet
- Tönung: Elektrochromatisches Glas passt sich in 10 Sekunden an Lichtverhältnisse an
- Akku: 4 Stunden Dauerbetrieb, mit dem mitgelieferten Ladecase insgesamt bis zu 20 Stunden
Im direkten Vergleich zur Entwickler-Version Spectacles 5 (226 Gramm) sind die neuen Specs mit 132 bis 136 Gramm deutlich leichter und alltagstauglicher gebaut.
Snap Specs vs. Konkurrenz im Vergleich
| Modell | Preis | Sichtfeld | Eigenständig | Verfügbar |
|---|---|---|---|---|
| Snap Specs | 2.195 $ | 51° | Ja | Herbst 2026 (USA/UK/FR) |
| Apple Vision Pro | 3.499 $ | 110° | Ja | Jetzt kaufbar |
| XREAL Air 2 Pro | ~450 € | — (Display) | Nein, Host nötig | Jetzt kaufbar |
| Meta Ray-Ban Display | ~800 $ | klein (HUD) | Ja | Jetzt kaufbar |
| Meta Glasses | ab 309 € | klein (HUD) | Ja | Jetzt kaufbar |
Snap unter wirtschaftlichem Druck
Hinter der ambitionierten Vorstellung steckt auch wirtschaftlicher Druck: Snap hat zuletzt 1.000 Stellen gestrichen und die Hardware-Sparte als eigenständige Einheit ausgegliedert. CEO Evan Spiegel selbst bezeichnete die Specs als Belastungsprobe für die Zukunft des Konzerns. Der Erfolg oder Misserfolg der Brille könnte richtungsweisend für Snaps weitere Hardware-Ambitionen sein.
Häufige Fragen zu den Snap Specs
Wie viel kosten die Snap Specs? 2.195 US-Dollar (rund 2.295 Euro) zzgl. Steuern, plus eine rückerstattbare Anzahlung von 200 Dollar bei der Vorbestellung.
Wann sind die Snap Specs verfügbar? Die Auslieferung beginnt im Herbst 2026, zunächst nur in den USA, Großbritannien und Frankreich.
Kann man die Snap Specs in Deutschland kaufen? Aktuell nicht direkt — Deutschland gehört nicht zu den Startländern. Ein Verfügbarkeitsdatum für Deutschland wurde noch nicht genannt.
Wo kann man die Snap Specs vorbestellen? Die Vorbestellung läuft direkt über Snap mit einer Anzahlung von 200 US-Dollar, die nach Lieferung erstattet wird.
Brauchen die Snap Specs ein Smartphone? Nein — die Specs funktionieren vollständig eigenständig dank zweier integrierter Snapdragon-Prozessoren. Ein Smartphone wird nur optional für Video-Streaming per USB-C benötigt.
Fazit
Die Snap Specs sind technisch beeindruckend, aber preislich eine klare Nischen-Brille. Mit 2.195 Dollar richten sie sich an Early Adopter und AR-Enthusiasten, nicht an den Massenmarkt. Für Käufer in Deutschland kommt erschwerend hinzu, dass die Brille vorerst gar nicht offiziell erhältlich ist.
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