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17. Juli 2026

Apple greift Meta an: Diese drei Brillen stehen auf Apples Roadmap bis 2030

Apples Smart-Glasses-Roadmap im Überblick: KI-Brille Ende 2027, Apple Vision Air 2028 oder 2029 und echte Apple AR Glasses ab 2029.

Apple greift Meta an: Diese drei Brillen stehen auf Apples Roadmap bis 2030

Stand: 17. Juli 2026 — Apple verfolgt bei Smart Glasses offenbar eine mehrstufige Strategie. Während viele Nutzer seit Jahren auf eine echte Augmented-Reality-Brille warten, soll Apple zunächst eine deutlich einfachere KI- und Audio-Brille ohne Display auf den Markt bringen.

Erst danach könnten ein leichteres Mixed-Reality-Headset und schließlich echte Apple AR Glasses folgen. Die derzeit bekannte Roadmap lässt sich in drei Phasen einteilen: eine KI-Brille Ende 2027, eine günstigere Vision-Variante ab 2028 oder 2029 und eine vollwertige AR-Brille frühestens ab 2029.

Apple setzt auf eine Smart-Glasses-Roadmap in drei Phasen

Apples langfristiges Ziel dürfte weiterhin eine leichte AR-Brille sein, die digitale Informationen direkt in das Sichtfeld einblendet. Die technischen Voraussetzungen dafür sind jedoch offenbar noch nicht ausreichend ausgereift.

Deshalb soll Apple den Einstieg in den Smart-Glasses-Markt schrittweise planen. Statt sofort eine komplexe AR-Brille zu veröffentlichen, könnte zunächst ein einfacheres und günstigeres Modell ohne Display erscheinen.

Die aktuelle Roadmap sieht nach derzeitigen Informationen folgendermaßen aus:

Zeitraum Produkt Schwerpunkt
Ende 2027 Apple AI Smart Glasses, Projekt N50 KI, Kameras, Audio und Siri
2028 oder 2029 Apple Vision Air leichteres und günstigeres Mixed-Reality-Headset
ab 2029 oder 2030+ Apple AR Glasses echte Augmented Reality mit integrierten Displays

Phase 1: Apple AI Smart Glasses sollen Ende 2027 erscheinen

Den Anfang der neuen Produktstrategie soll eine KI- und Audio-Brille machen, die intern unter der Bezeichnung Projekt N50 entwickelt werden soll.

Ein Marktstart wird nach aktuellen Berichten für Ende 2027 erwartet. Dabei soll es sich nicht um eine klassische AR-Brille handeln. Das Modell besitzt voraussichtlich weder ein Display noch sichtbare Einblendungen im Brillenglas.

Stattdessen soll die Brille optisch möglichst nah an einer normalen Alltags- oder Korrekturbrille liegen. Kameras, Mikrofone und Lautsprecher sollen unauffällig in das Gestell integriert werden. Mehr Details zu Release, Preis und Specs findest du in unserem Apple-Glasses-2027-Artikel.

Kameras, Mikrofone und Visual Intelligence

Die Apple AI Smart Glasses sollen die Umgebung des Nutzers über integrierte Kameras erfassen. Mithilfe von Visual Intelligence könnte die Brille beispielsweise Objekte, Produkte, Texte, Gebäude oder Orte erkennen.

Der Nutzer könnte Siri Fragen zu seiner unmittelbaren Umgebung stellen, ohne das iPhone aus der Tasche zu holen. Die Antworten würden nicht im Sichtfeld angezeigt, sondern über die eingebauten Lautsprecher ausgegeben.

Denkbar wären unter anderem folgende Funktionen:

  • Objekte und Produkte erkennen
  • Texte oder Hinweisschilder erfassen
  • Informationen zu Gebäuden und Orten abrufen
  • Fotos und kurze Videos aufnehmen
  • Telefonate führen
  • Musik und Podcasts wiedergeben
  • Nachrichten vorlesen
  • Erinnerungen erstellen
  • Siri vollständig per Sprache steuern
  • Navigationshinweise per Audio erhalten

Das Besondere an diesem Ansatz ist der bewusste Verzicht auf ein Display. Dadurch könnte Apple Gewicht, Energieverbrauch, Wärmeentwicklung und Produktionskosten reduzieren.

Die Brille müsste keine aufwendigen AR-Grafiken darstellen und könnte deshalb deutlich leichter und alltagstauglicher ausfallen als ein Mixed-Reality-Headset. Gleichzeitig würde sie sich weniger auffällig tragen lassen und wäre vermutlich auch für Nutzer interessant, die keine große Computerbrille im Gesicht tragen möchten.

Das iPhone übernimmt einen Teil der Rechenleistung

Die Brille soll offenbar eng mit dem iPhone zusammenarbeiten. Ein Teil der aufwendigen Verarbeitung könnte daher auf dem Smartphone stattfinden.

Die Smart Glasses würden in diesem Fall vor allem als Augen, Ohren und Audio-Ausgabe des iPhones dienen. Kameras und Mikrofone erfassen die Umgebung, während das iPhone oder Apples Cloud-Infrastruktur die entsprechenden KI-Funktionen verarbeitet.

Für iPhone-Nutzer könnte gerade diese enge Integration ein wesentliches Kaufargument darstellen. Nachrichten, Kalender, Erinnerungen, Navigation, Telefonate und Siri wären direkt mit dem bestehenden Apple-Ökosystem verbunden.

Direkte Konkurrenz zur Ray-Ban Meta

Mit dem Konzept würde Apple direkt gegen die Ray-Ban Meta Smart Glasses antreten. Auch Metas Brille setzt auf Kameras, Mikrofone, Lautsprecher und KI-Funktionen, verzichtet jedoch ebenfalls auf ein klassisches Display.

Apple dürfte versuchen, sich vor allem durch die enge Verzahnung mit iPhone, Siri, Apple Intelligence und den eigenen Diensten abzuheben.

Der geplante Preis soll nach aktuellen Informationen zwischen 200 und 500 US-Dollar liegen. Damit wäre die Brille deutlich günstiger als die Apple Vision Pro und grundsätzlich für einen Massenmarkt geeignet.

Ein Kauf könnte sich besonders für Nutzer lohnen, die bereits tief im Apple-Ökosystem eingebunden sind und häufig Siri, Apple Music, Nachrichten, Karten oder Erinnerungen verwenden. Gegenüber einer echten AR-Brille wäre der Funktionsumfang zwar begrenzter, dafür könnte das Modell leichter, günstiger und unkomplizierter im Alltag sein.


Phase 2: Apple Vision Air könnte 2028 oder 2029 folgen

Nach der KI-Brille soll Apple ein leichteres und deutlich günstigeres Mixed-Reality-Headset planen. Dieses Produkt wird häufig als Apple Vision Air bezeichnet, auch wenn der endgültige Produktname noch nicht bestätigt ist.

Das Gerät soll auf dem Grundprinzip der Vision Pro basieren, aber weniger aufwendig ausgestattet sein. Ziel dürfte es sein, die größten Kritikpunkte der ersten Vision Pro zu beseitigen.

Dazu gehören insbesondere:

  • das hohe Gewicht
  • der geringe Tragekomfort bei längerer Nutzung
  • der sehr hohe Verkaufspreis
  • die begrenzte Zielgruppe
  • der noch überschaubare praktische Nutzen für viele Alltagsnutzer

Leichter und günstiger als die Vision Pro

Die Vision Air soll voraussichtlich auf bestimmte High-End-Komponenten verzichten. Möglich wären einfachere Displays, weniger Sensoren, günstigere Materialien oder eine reduzierte technische Ausstattung.

Dadurch könnte das Headset leichter und erheblich günstiger werden. Gleichzeitig sollen die wichtigsten Funktionen von visionOS und Apples Spatial-Computing-Plattform erhalten bleiben.

Das Besondere wäre damit nicht unbedingt eine völlig neue Produktkategorie, sondern ein zugänglicherer Einstieg in Apples Mixed-Reality-Ökosystem.

Nutzer könnten weiterhin virtuelle Bildschirme im Raum platzieren, Filme auf einer großen virtuellen Leinwand ansehen, räumliche Inhalte nutzen oder mit mehreren digitalen Fenstern arbeiten. Im Unterschied zur Vision Pro soll das Gerät jedoch für eine breitere Käuferschicht entwickelt werden.

Ein Kauf könnte sich vor allem für Nutzer lohnen, die das Konzept der Vision Pro interessant finden, den bisherigen Preis und das Gewicht aber als zu hoch empfinden. Für produktives Arbeiten, Unterhaltung, virtuelle Displays und räumliche Medien könnte die Vision Air eine vernünftigere Alternative werden.

Apple soll die Prioritäten geändert haben

Nach derzeitigen Berichten wurde das Projekt zeitlich nach hinten verschoben. Unter Apples neuer Hardware-Führung um John Ternus soll die Entwicklung der displaylosen KI-Brille eine höhere Priorität erhalten haben.

Der Grund dafür dürfte vor allem der zunehmende Wettbewerb durch Meta sein. Während eine leichte und günstige KI-Brille bereits mit aktueller Technik umsetzbar erscheint, bleibt ein komfortables Mixed-Reality-Headset technisch und wirtschaftlich wesentlich anspruchsvoller.

Apple könnte deshalb zunächst mit einem massentauglicheren Produkt in den Markt einsteigen und die Vision Air erst danach veröffentlichen.


Phase 3: Echte Apple AR Glasses frühestens ab 2029

Die langfristig wichtigste Produktphase bleibt die Entwicklung echter Apple AR Glasses.

Dabei handelt es sich um die Brille, die häufig als Apples eigentliches Zukunftsziel beschrieben wird: eine extrem leichte, ganztägig tragbare Brille, die digitale Inhalte direkt über die reale Umgebung legt.

Im Gegensatz zur KI-Brille aus Phase 1 würde dieses Modell über integrierte Displays verfügen. Dafür sollen voraussichtlich sogenannte Waveguides beziehungsweise Wellenleiter zum Einsatz kommen.

Diese Technologie leitet das Bild eines kleinen Projektors durch das Brillenglas und in das Auge des Nutzers. Dadurch können digitale Inhalte im Sichtfeld erscheinen, ohne dass ein großes Display direkt vor dem Gesicht benötigt wird.

Digitale Informationen direkt im Sichtfeld

Mit echten AR Glasses wären deutlich umfangreichere Funktionen möglich als mit einer reinen Audio-Brille.

Denkbar wären unter anderem:

  • Navigationspfeile auf Straßen und Wegen
  • Übersetzungen direkt über fremdsprachigen Texten
  • Benachrichtigungen im Sichtfeld
  • Informationen zu Gebäuden und Sehenswürdigkeiten
  • Live-Untertitel bei Gesprächen
  • virtuelle Monitore
  • räumliche Anzeigen und 3D-Objekte
  • kontextbezogene Informationen zu Personen, Produkten oder Orten

Das Besondere wäre die Verbindung aus realer und digitaler Welt in einer Brille, die im Idealfall kaum schwerer oder auffälliger als eine normale Brille ist.

Im Gegensatz zur Vision Pro müsste der Nutzer kein großes Headset tragen. Die Technologie könnte dadurch erstmals dauerhaft im Alltag genutzt werden.

Sollte Apple dieses Ziel erreichen, könnte sich der Kauf besonders für Nutzer lohnen, die Navigation, Kommunikation, Arbeit und Informationen nutzen möchten, ohne ständig auf ein Smartphone oder einen Monitor zu schauen.

Akkulaufzeit, Kühlung und Displays bleiben große Probleme

Die Entwicklung einer solchen Brille ist jedoch technisch extrem anspruchsvoll.

Apple muss mehrere Probleme gleichzeitig lösen:

  • ausreichend hohe Display-Helligkeit
  • kompakte und effiziente Projektoren
  • lange Akkulaufzeit
  • geringe Wärmeentwicklung
  • leistungsfähige Chips
  • niedriges Gewicht
  • alltagstaugliches Design
  • ausreichend Platz für Kameras und Sensoren
  • hohe Bildqualität auch bei Tageslicht

Besonders schwierig ist das Verhältnis aus Rechenleistung, Energieverbrauch und Gewicht. Eine ganztägig tragbare Brille benötigt einen kleinen Akku, soll aber gleichzeitig Kameras, Sensoren, Displays, drahtlose Verbindungen und KI-Funktionen betreiben.

Auch die entstehende Wärme darf nicht unangenehm am Kopf oder im Gesicht des Nutzers spürbar werden.

Aufgrund dieser technischen Hürden soll sich das Projekt nach aktuellen Lieferketten-Checks frühestens auf 2029 verschoben haben. Ein realistischer Marktstart könnte auch erst Anfang der 2030er-Jahre erfolgen.


Warum Apple zunächst auf eine Brille ohne Display setzt

Die Reihenfolge der drei Produkte zeigt, dass Apple offenbar einen pragmatischen Einstieg in den Markt plant.

Eine echte AR-Brille wäre technisch am beeindruckendsten, ist aber gleichzeitig am schwierigsten zu entwickeln. Eine KI-Brille ohne Display benötigt dagegen keine komplexen Projektoren, Wellenleiter oder leistungsstarken Grafikprozessoren direkt im Gestell.

Das reduziert mehrere Probleme gleichzeitig:

  • geringeres Gewicht
  • niedrigerer Stromverbrauch
  • weniger Wärmeentwicklung
  • einfacheres Design
  • geringere Produktionskosten
  • längere Akkulaufzeit
  • potenziell niedrigerer Verkaufspreis

Zudem könnte Apple mit der ersten KI-Brille wichtige Erfahrungen sammeln. Das Unternehmen würde sehen, wie häufig Nutzer Kameras, Sprachsteuerung und kontextbezogene KI-Funktionen im Alltag tatsächlich einsetzen.

Diese Erkenntnisse könnten später in die Entwicklung echter AR Glasses einfließen.


Welche Apple-Brille eignet sich für wen?

Die drei geplanten Produktkategorien richten sich voraussichtlich an unterschiedliche Nutzergruppen.

Die Apple AI Smart Glasses dürften vor allem für Nutzer interessant sein, die eine leichte, unauffällige und vergleichsweise günstige Brille für Sprachsteuerung, Fotos, Audio und KI-Funktionen suchen.

Die Vision Air richtet sich eher an Nutzer, die Mixed Reality, virtuelle Bildschirme und räumliche Unterhaltung verwenden möchten, aber keine Vision Pro zum bisherigen Premiumpreis kaufen wollen.

Die späteren Apple AR Glasses wären dagegen das technisch umfangreichste Produkt. Sie könnten sich langfristig an Nutzer richten, die digitale Informationen dauerhaft und direkt im Sichtfeld verwenden möchten.

Produkt Besonders geeignet für
Apple AI Smart Glasses Alltag, Siri, Audio, Fotos, KI und iPhone-Integration
Apple Vision Air Filme, virtuelle Monitore, Mixed Reality und räumliche Anwendungen
Apple AR Glasses Navigation, Einblendungen, Kommunikation und echte Augmented Reality

Fazit: Apple plant den Einstieg offenbar Schritt für Schritt

Apples Smart-Glasses-Roadmap zeigt einen schrittweisen Übergang von einer einfachen KI-Brille zu echter Augmented Reality.

Den Anfang soll Ende 2027 eine displaylose Apple AI Smart Glasses machen. Sie dürfte sich auf Kameras, Mikrofone, Lautsprecher, Siri und Visual Intelligence konzentrieren und direkt mit der Ray-Ban Meta konkurrieren.

Zwischen 2028 und 2029 könnte mit der Vision Air ein leichteres und günstigeres Mixed-Reality-Headset folgen. Es soll die wichtigsten Schwächen der Vision Pro korrigieren und Apples Spatial-Computing-Plattform für mehr Nutzer zugänglich machen.

Die eigentlichen Apple AR Glasses werden dagegen voraussichtlich noch mehrere Jahre benötigen. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen erscheint ein Marktstart frühestens ab 2029 oder in den frühen 2030er-Jahren realistisch.

Für Apple dürfte die KI-Brille deshalb mehr als nur ein Zwischenprodukt sein. Sie könnte den Einstieg in einen neuen Massenmarkt bilden und gleichzeitig den Weg für spätere AR-Brillen vorbereiten.

Wer nicht bis 2027 warten will, findet in unserem VR- und AR-Brillen-Vergleich eine Einordnung der aktuell verfügbaren Alternativen.


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